Latein lebt weiter
Latein gilt zwar als „tote Sprache“, aber ganz tot ist sie nicht: In Medizin, Recht, Biologie, Theologie und vielen europäischen Sprachen tauchen lateinische Wörter bis heute ständig auf.
Hier entsteht ein Vokabeltrainer für lateinische Verben: Stammformen, Bedeutungen, Zeiten, kleine Eselsbrücken und ein bisschen römischer Geist.
Latein gilt zwar als „tote Sprache“, aber ganz tot ist sie nicht: In Medizin, Recht, Biologie, Theologie und vielen europäischen Sprachen tauchen lateinische Wörter bis heute ständig auf.
Wer lateinische Verben beherrscht, versteht plötzlich viel mehr vom ganzen Satz. In einer einzigen Verbform können Person, Numerus, Tempus, Modus und Genus verbi stecken. Genau deshalb lohnt es sich, Verbformen systematisch zu üben.
Viele lateinische Verben lernt man mit vier Stammformen: Infinitiv, 1. Person Präsens, 1. Person Perfekt und Partizip Perfekt Passiv. Das wirkt streng, spart später aber viel Rätselraten.
„Veni, vidi, vici.“
Drei Wörter, drei Verbformen, ein kompletter politischer Auftritt.
Julius Cäsar soll damit seinen schnellen Sieg über Pharnakes II. beschrieben haben:
„Ich kam, ich sah, ich siegte.“
Sprachlich hübsch daran: Alles ist knapp, rhythmisch und perfekt geeignet, um sich das lateinische Perfekt einzuprägen.
| Latein | Deutsch | Merke |
|---|---|---|
| laudare | loben | Laudatio |
| videre | sehen | Video |
| audire | hören | Audio |
| scribere | schreiben | Skript |
SPQR steht für Senatus Populusque Romanus – „Senat und Volk von Rom“. Eine Art antikes Amtslogo, nur mit deutlich mehr Marmor.
Die Römer bauten ein beeindruckendes Straßennetz. Das war militärisch praktisch, wirtschaftlich nützlich und erklärt, warum man auf Karten des Römischen Reiches so viele Linien sieht, die scheinbar alle nach Rom führen.
Für die Römer war Latein Alltagssprache: Marktplatz, Gericht, Politik, Familie, Soldatenlager. Erst wir haben daraus hauptsächlich Tabellen gemacht.